Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung wird beauftragt, Hitzeschutz als Querschnittsaufgabe in der kommunalen Planung zu verankern und einen umfassenden und verbindlichen Hitzeaktionsplan für die Gemeinde Kalletal zu erstellen. Dieser soll Maßnahmen zum Schutz besonders gefährdeter Menschen, wie die Förderung von Hitzepatenschaften als Form der Nachbarschaftshilfe umfassen.
Des Weiteren sollen Potenziale für einen hitzeresilienten Gemeindeumbau – insbesondere durch mehr öffentliche Grünflächen, Entsiegelung, Wasserelemente, neue Wasserspender und Verschattung – systematisch erfasst und bei künftigen städtebaulichen Planungen berücksichtigt werden. Ebenso sollen bauliche Hitzeschutzmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Pflegeeinrichtungen und Verwaltungsgebäuden geprüft und umgesetzt werden.
Darüber hinaus wird die Bundesregierung aufgefordert, den Hitzeschutzplan für Gesundheit des Bundesministeriums für Gesundheit sektorenübergreifend weiterzuentwickeln und zügig umzusetzen, gemeinsam mit den Ländern das Förderprogramm “Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen” auszuweiten sowie den Kommunen für Hitzeschutzmaßnahmen einfach abrufbare Investitionsmittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung zu stellen.
Begründung:
Die jüngsten Hitzewellen haben erneut gezeigt: Extreme Hitze ist längst auch in Deutschland spürbare Realität und gefährdet die Gesundheit vieler Menschen. Ende Juni meldete der Deutsche Wetterdienst drei Tage hintereinander die höchste jemals gemessene Temperatur in Deutschland. Auch in Kalletal sind die Auswirkungen der Klimakrise dabei deutlich zu spüren.
Mit einem umfassenden Hitzeaktionsplan kann unsere Gemeinde die Bevölkerung besser schützen und sich gleichzeitig langfristig an Folgen der Klimakrise anpassen. Maßnahmen wie mehr Grünflächen, Entsiegelung, Trinkwasserspender, Verschattung und kühle öffentliche Orte verbessern nicht nur den Hitzeschutz, sondern erhöhen auch die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger.
Gleichzeitig braucht es eine verlässliche Unterstützung von Bund und Ländern, damit die Kommunen diese Aufgaben dauerhaft bewältigen können.
Eine Übersicht unserer bisherigen Anträge finden Sie hier.


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